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Sportjugend

Informationen, Anregungen, Qualifizierungen für Präventionskonzepte zum Kinderschutz in Sportvereinen und -verbänden

Einführung

Sportvereine tragen als zentrale Einrichtungen außerschulischer Freizeitgestaltung eine hohe gesellschaftliche Verantwortung. Kinder und Jugendliche finden in Sportvereinen "sichere Orte", in denen sie Gemeinschaft, Solidarität, Toleranz und Vertrauen erleben.

Der Landessportbund Sachsen und die Sportjugend Sachsen mit den zahlreichen Sportvereinen, Kreis- und Stadtsportbünden, Landesfachverbänden und den Kreis- und Stadtsportjugenden setzen sich für das Wohlergehen von jungen Menschen in Sachsen ein und verurteilen jegliche Form von Gewalt und Diskriminierung.

Unterstützen Sie das gesunde Aufwachsen der Ihrem Sportverein anvertrauten Kinder und Jugendlichen. Verfolgen Sie gemeinsam mit uns einen präventiven Ansatz, um eine gesunde und altersgemäße Entwicklung von Kindern und Jugendlichen zu befördern.

Hier geht es zu einer Übersicht der Deutschen Sportjugend rund um das Thema Kinderschutz im Sport.

Fortbildungsangebote zum Thema Kinderschutz

  • geplant: 29. Mai 2021 | Fortbildung "Etablierung eines Kinderschutzkonzeptes im Sportverband- oder Verein" - AUSSCHREIBUNG

    Zielgruppe: Mitglieder aus Vorständen, Haupt- und Ehrenamtliche Mitarbeiter*innen der Landesfachverbände und Sportvereine, 'Ansprechperson(en) Kinderschutz' der Verbände und Vereine

    Ort: Sportschule Werdau

Kosten: kostenfrei

Anmeldung: über das Bildungsportal des LSB Sachsen https://bildungsportal.sport-fuer-sachsen.de/buchung-1240

 

 

Mit der Einführung eines Ehrenkodex-fakultativ (z.B. als Anlage von Übungsleiterverträgen) wurde bereits seit einigen Jahren verstärkt darauf geachtet, dass die Verantwortung der u.a. im Kinder- und Jugendbereich tätig werdenden Personen (z.B. TrainerIn, ÜbungsleiterIn, BetreuerIn) in den Mittelpunkt rückt. Dieser Ehrenkodex bot und bietet die Möglichkeit, persönlich aktiv zu bekunden, die Verantwortung für das Wohl der anvertrauten Kinder, Jugendlichen, jungen Erwachsenen zu übernehmen.
Für den Verein/Verband bildet der Einsatz dieses Ehrenkodex eine zentrale Grundlage seines Handelns.

NEU: Seit 2017 ist mit der Novellierung des Lizenzsystems des DOSB u.a. die Vorlage eines unterschriebenen Ehrenkodex (Ehrenkodex LIZENZ) für eine Neuausstellung oder Verlängerung einer Lizenz verbunden. Damit wird dieser Ehrenkodex zur Fördervoraussetzung für die Bezuschussung aus Landesmitteln über den Landessportbund Sachsen. Wir empfehlen daher unseren Mitgliedsvereinen, zeitnah und bei geeigneter Gelegenheit damit zu beginnen, von jedem/r Übungsleiter*in eine unterschriebene Version des Ehrenkodex einzuholen, unabhängig davon, in welchem/n Altersbereich/en die/der Übungsleiter*in tätig ist. Für jede/n ÜL*in ist beim Stadtsportbund Leipzig bitte ein unterschriebener Ehrenkodex einzureichen, gern digitalisiert und mit Vereinsnummer versehen.

Darüber hinaus kann für ehrenamtlich Tätige das erweiterte Führungszeugnis nach § 30a des Bundeszentralregisters einen weiteren Baustein der Vereinsphilosophie/des Präventionskonzepts zum Schutz des Kindeswohls angewandt werden.

Über das Online-Portal beim Bundesamtfür Justiz (BfJ) kann unter bestimmten Voraussetzungen (z.B. Personalausweis mit freigeschalteter Online-Ausweisfunktion) die Beantragung eines erweiterten Führungszeugnisses digital erfolgen. Einfach diesem LINK https://www.bundesjustizamt.de/DE/Themen/Buergerdienste/BZR/Inland/FAQ_node.html folgen.

Natürlich kann eine Beantragung auch bei der Stadt Leipzig (bzw. bei der entsprechenden Behörde des Wohnsitzes der/des Beantragenden) erfolgen. Dann diesem LINK https://www.leipzig.de/fachanwendungen/termine/index.html folgen.

Auf Grundlage von § 72a SGB VIII sind alle hauptberuflich Mitarbeitenden der Kinder- und Jugendarbeit im Sportverein und -verband verpflichtet, ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorzulegen. Es wird empfohlen, sich das Führungszeugnis alle 5 Jahre vorlegen zu lassen.

Alle ehrenamtlich in der Kinder- und Jugendarbeit des Sportvereins und -verbandes Tätigen sind angehalten, einen "Ehrenkodex" in Verbindung mit dem der Tätigkeit zugrunde liegenden Übungsleiter- bzw. Betreuervertrag zu unterzeichnen. Ungeachtet dessen, ob Der- oder Diejenige im Besitz einer
gültigen Übungsleiter-, Trainer-, Jugendleiter- oder Vereinsmanagerlizenz ist.

Ggf. kann dafür auch eine empfohlene Ergänzung im jeweiligen Übungsleiter- bzw. Betreuervertrag eingesetzt werden. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass auf der Grundlage regionaler/lokaler Vereinbarungen zwischen dem Träger der öffentlichen Jugendhilfe (in Leipzig: Amt für Jugend, Familie und Bildung) und anerkannten Trägern der freien Jugendhilfe (z.B. Sportvereine) auch erweiterte Führungszeugnisse für Ehrenamtliche nötig sein können (z.B. für geförderte Ferien-, Bildungsmaßnahmen).

TIPP: Ehrenamtlich Aktive können das erweiterte Führungszeugnis kostenfrei beantragen, wenn eine Bescheinigung des Sportvereins oder -verbandes über die ehrenamtliche Tätigkeit und der Anforderung des Führungszeugnisses auf Grundlage von § 72 a SGB VIII beigefügt wird. Siehe Merkblatt des Bundesamtes für Justiz vom 1.1.2013.

Quellenangabe:

Broschüre Kinderschutz (Herausgeber: Sportjugend Sachsen und Dt. Kinderschutzbund Landesverband Sachsen e.V.)

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